19
Juni
BS-Jahrestagung
BS-Jahrestagung
Freitag
19.06.2026
08:30 Uhr
bis
Samstag
20.06.2026
13:30 Uhr
Jahrestagung der Lehrkräfte an beruflichen Schulen im Bistum Augsburg:
Freitag, 19.06.2026 – Samstag, 20.06.2026
Referenten der Vorträge:
Prof. Dr. Andreas Matena von der Universität Augsburg (Fundamentaltheologie) Freitag-Vormittag
Pater Otto OSB aus der Erzabtei St. Ottilien (Psychoanalyse) Samstag-Vormittag
Workshop-Leiterinnen und Leiter am Freitagnachmittag:
Prof. Dr. Andreas Matena, Universität Augsburg:
Verschwörungen: Die Wahrheit hinter der „Wahrheit“
Dorothea Kleele-Hartl, Lehrerseelsorgerin:
„Halt an, wo läufst du hin… “ Ich stehe zu mir – ich nehme mich wahr – ich komme in Bewegung. Sich selbst und dem „Heiligen“ in sich, einen Raum geben.
Bernd Paulus, Dipl.Rel.Päd (FH) Fachberater:
Hinkend aufrecht gehen - Identitätsfindung mit Jakob`s Kampf am Jabboq
(Gen 32,23-33)
Mario Hein, Studierender der evangelischen Hochschule Ludwigsburg:
Zwischen Vorurteilen und Gesellschaftsdruck (aus der Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen)
Jermaine Irebor, M.Ed. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Evangelischen Religionsunterrichts Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg:
Bilder und die Wahrheit hinter Heiligendarstellungen
Ich bin nicht verrückt, was ich sage, ist wahr und vernünftig. (Apg 26,25)
Joh 18,37f Da sagte Pilatus zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme. Pilatus sagte zu ihm: Was ist Wahrheit?“ Der aufmerksame Bibelleser weiß an dieser Stelle natürlich, dass Jesus diese Frage schon einmal beantwortet hatte, nämlich mit der berühmten Sentenz: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Joh 14,6)
Wenn also auch die Wahrheit für die Christen nicht abstrakt, sondern eine konkrete Person ist, stellt sich doch die Frage, wie man „Wahrheit“ erkennen kann und wie man sie Lügen, von Halb- und Unwahrheiten, von „fake news“ und „alternative facts“ abgrenzt. Darüber hinaus ist der Begriff der Wahrheit gerade im religiösen Bereich negativ mit Gewalt, Fundamentalismus und Intoleranz konnotiert – und dennoch lässt sich ohne ein Grundvertrauen auf Wahrheit oder Wahres nicht leben: „authentisch“ oder „echt“ übernehmen die Funktion von „wahr“, sie klingen unverdächtiger. Und doch geht es auch mit diesen Begriffen um Orientierung, die Möglichkeiten der Handlungsabwägung, um Identitätsgenerierung (wahres Wissen als soziale Praxis) und grundlegend um die Unterscheidung von Sinn und Unsinn, von Glaube und Aberglaube.
Verschwörungen: Die Wahrheit hinter der „Wahrheit“
Verschwörungstheorien sind nicht neu, haben aber in der Gegenwart eine völlig neue Dynamik gewonnen, nicht zuletzt durch Social Media; zum Teil erscheinen sie abstrus, zum Teil entwickeln sie die Faszination eines gleichermaßen im digitalen wie realen Raums stattfindenden Spieles („QAnon“). Die psychologischen und sozialen Ursachen für ihre Entstehung sind vielfältig, der Umgang mit ihren Anhängern problematisch – und dennoch notwendig, auch wenn es die eine Strategie gegen solche Theorien nicht gibt. Neben Hintergründen und einem Verschwörungs-„Spiel“ soll vor allem der gemeinsame Erfahrungsaustausch ermutigen, Strategien im Umgang mit Verschwörungstheorien zu entwickeln.
Zur Vorbereitung, aber nicht als verpflichtende Lektüre, seien empfohlen: Hubert Schleichert, Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren. Anleitung zum subversiven Denken, München 82016, 196 S.; Umberto Eco, Verschwörungen. Eine Suche nach Mustern, München 2021 (86 S.); Umberto Eco, Das Foucaultsche Pendel (Roman), div. Aufl.
Mitwirkende
Nadia Belardo
Organisator/-in
Hans-Christian Richter
Leiter/-in